Ausflug in den Circus „Constanze Busch“

24. August 2017 Thomas Siering

Ausflug in den Circus „Constanze Busch“

Am vergangenen Mittwoch stand für die Schülerinnen und Schüler der St. Thomas Realschule plus in Andernach ein ganz besonderer Tag an. Schulleiter Martin Leupold hatte in Rücksprache mit dem Kollegium eine Überraschung organisiert! In Zusammenarbeit mit dem aktuell in Andernach gastierenden Circus „Constanze Busch“ stand eine nur für die Schüler, Lehrer, Eltern und Geschwister zugängliche Sondervorstellung auf dem Programm, die auch aufgrund der tollen Arbeit des Fördervereins besonders günstige Eintrittspreise bot.
Gemeinsam wanderten alle Klassen bereits um 9 Uhr in Richtung des Events, schließlich sollte rund um die Vorstellung selbst auch ein kleines Rahmenprogramm geboten werden. Der Circusdirektor selbst empfing die Schüler und stand für neugierige Fragen zur Verfügung. Der Circus „Constanze Busch“ existiert bereits seit 200 Jahren und mittlerweile acht Generationen, die neunte Generation feiert in dieser Woche ihren ersten Geburtstag. Über 60 Städte in Deutschland, Belgien, Frankreich, Österreich und den Niederlanden werden jedes Jahr besucht, über 60 Mal muss je nach Stadt das kleinere oder das größere Circuszelt in 8-stündiger Arbeit auf- und wieder abgebaut werden! Eine Menge Arbeit, die die 30 Mitarbeiter jedoch auch aufgrund ihres guten Teamgeistes problemlos leisten. Mit ihnen reisen 40 exotische Tiere aus fünf verschiedenen Kontinenten. Doch Sorgen um die Haltung der Vierfüßer muss sich hier niemand machen, denn der Circus legt eben auf selbige besonders großen Wert. So wird die Unterbringung in jeder Stadt erneut vom zuständigen Amtsveterinär überprüft. Außerdem verputzen die Tiere jede Woche über zehn Heu- und Strohballen, Unmengen an Kraftfutter, Hafer und Kleie sowie fast 280 Kilogramm Rindfleisch.
Doch genug der Fakten, besonders die kleineren Gäste warteten gespannt auf den Beginn der Vorführung! Zu Beginn präsentierte Louis Knie, berühmter Spross der schweizer Circusdynastie, seine mit Araber-, Palomino-, Andalusier-, und Friesenhengsten besetzte Pferdeschau. Anschließend folgen einige künsterlische Darbietungen: Unter anderem begeisterte die Artistin Tatiana Cravarenko vom rumänischen Staatscircus am Schwungseil. Bevor es dann in die Pause ging, in der die Schüler unter anderem die Möglichkeit hatten, sämtliche Tiere aus nächster Nähe in ihren Gehegen zu beobachten, stand mit den exotischen Rinder- und Pferderassen wie beispielsweise dem Wantussi oder den Kamelen ein letzter „tierischer“Programmpunkt an.

Zu Beginn der zweiten Hälfte der Show nahm sich Circusdirektor Stefan Moehrke ein wenig Zeit, seinen Gästen einige interessante Informationen zu den mitreisenden, sibirischen Tigern zu geben. Diese nehmen bisher noch nicht an den Aufführungen teil, da sie erst im April 2016 geboren wurden. Natürlich wurden sie nicht in freier Wildbahn gefangen genommen, sondern sind das Circusleben von früher Kindheit an gewöhnt. Die sibirischen Tiger, auch Armurtiger genannt, waren vor einigen Jahren fast ausgestorben. Nur noch circa 200 Exemplare lebten um 1980 weltweit. Unter anderem ist es der Arbeit von Zoos und Zirkussen ist es zu verdanken, dass mittlerweile die Bedrohung zumindest eingedämmt ist, die Anzahl der Tiere ist auf über 1000 Exemplare gestiegen.
Im Anschluss hieß es dann wieder „Manege frei“ für weitere Stars des Circus. Die Ganaboy’s, ein afrikanisches Duo, zeigte mit ihren „tanzenden Trommeln“ und ihrer Feuershow Artistik vom feinsten. Als Höhepunkt, der zugleich auch leider das Ende der Veranstaltung einleiten sollte, trat dann Winston Carter, auch genannt „der Wassermann“ auf.

Der aus Liberia stammende Künstler ist ein physiologisches Wunder: Nachdem es ihm innerhalb von zwei Minuten gelang, über vier Liter Wasser zu trinken,erstaunte er die Zuschauer danach mit mehreren meterhohen, seinem Mund entspringenden Wasserfontainen.
Bevor es danach wieder in Richtung Schule zurückging, stand noch ein Gruppenfoto in der Manege auf dem Programm. Allen Schülern schien der Ausflug sehr gefallen zu haben.

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