Erasmus+| Essbare Stadt

Und hier die links:      Garten-Quiz    –    Preisfrage 

Symbole der Vielfalt in der Kunstwerkstatt

Am 5.11.20 traf sich das Erasmuskunstkernteam der St. Thomas Realschule plus in Andernach das erste Mal. Während manch ein Schüler seine unverhoffte Freizeit an diesem Telefonelternsprechtag genoss, startete in der fast menschenleeren Schule ein neues kunsthandwerkliches Großprojekt unter der Leitung von Uschi Ternes. Es soll während insgesamt vier Projekttagen getöpfert und glasiert werden. Kreiert wird für den „Garten der Kulturen in Europa“, der auf unserem Schulhof entsteht.

Zuvor hatten die sieben Schülerinnen und Schüler, die überwiegend die achte Jahrgangsstufe besuchen, mit anderen Kunstbegeisterten in ihren Kursen das Gespräch gesucht. Was ist uns wichtig in eine europäische Partnerschaft einzubringen? Wie wollen wir das sichtbar machen? Was macht unsere gemeinsame europäische Kultur aus?..Beziehungsweise….was wollen wir für gesellschaftliche Werte in Europa?

Die Jugendlichen waren sich deutlich schneller einig, als wir das aus der Erwachsenenwelt kennen. Was Europäer im Kern zusammen halten soll, sei die Toleranz und Akzeptanz der Vielfalt von Lebensformen. Dabei geht es den jungen Menschen nicht nur um Antirassismus, sondern auch um Toleranz und Akzeptanz von sexueller Vielfalt.

So kam die Idee auf zusätzlich zu den Flaggen der Länder unserer Partnerschulen (Spanien, Estland und Griechenland), noch eine Regenbogenflagge zu töpfern. Auf die detaillierte Gestaltung- insbesondere dieser Flagge- dürfen wir alle gespannt sein.

Weiterhin weltoffen Lehren und Lernen sowie europäische Werte vermitteln, trotz Reisebeschränkungen und aufkommenden Ängsten zu Zeiten einer weltweiten Pandemie

Ganz in diesem Sinne startete an der St. Thomas Realschule plus in Andernach im September ein Projekt, das von der europäischen Union gefördert wird.

Erasmus+ ist ein Programm, das Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit bietet, Kinder und Jugendliche anderer europäischer Länder kennen zu lernen und Freundschaften zu schließen. Außerdem wird es Lehrerinnen und Lehrern in Europa ermöglicht, sich im Rahmen von zweijährigen Projekten über fachliche Themen miteinander auszutauschen und voneinander zu lernen.

Auf der Suche nach Lösungen für soziale, resilient und nachhaltig produktive Städte (EdiCitNet) nimmt die Stadt Andernach mit ihrem Konzept der „Essbaren Stadt“ eine Vorreiterrolle ein und ist über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt. Angeregt durch diese Vorreiterrolle entstand die Projektidee, einen (Schul)garten der Kulturen in Europa anzulegen.

Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Nationen werden an der St. Thomas Realschule plus in Andernach unterrichtet und die Schulgemeinschaft erlebt diese Vielfalt täglich als Bereicherung. Nicht erst seit der Flüchtlingskrise engagiert sich die Schule in besonderem Ausmaß darin, dass junge Menschen in einem Boden europäischer Werte Wurzeln schlagen.

Im Rahmen des Projektes soll eine essbare Pflanze aus der ursprünglichen Kultur eines Schülers die Vielfalt als Bereicherung in einem „Garten der Kulturen in Europa“ symbolisieren. Ein solcher Treffpunkt für den Austausch wird gleichzeitig durch europäische Partnerschulen in ihrem Umfeld geschaffen werden.

Beteiligt an diesem Projekt werden Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Englischunterrichts, der Garten AG, des Hauswirtschaftsunterrichts, des technik- und naturwissenschaftlichen Unterrichts, Schülerinnen und Schüler der MINT – Klassen (Profilklassen mit dem Schwerpunkt Mathematik/ Informatik/Naturwissenschaft/ Technik) und Neuankömmlinge der Gruppen Deutsch als Zweitsprache. Begleitend finden Kunstprojekte statt, bei denen sich nicht nur Unterrichtete der Kunstprofilklassen beteiligen können.

Für das kommende Halbjahr ist die Einrichtung einer koordinierenden Projektgruppe geplant. Engagierte Jugendliche können in Zukunft auch in den Genuss eines Auslandsaufenthaltes kommen.

Zunächst werden die Begegnungen zwischen Lehrenden und Lernenden jedoch virtueller Natur sein, aber sobald die Pandemiesituation es zulässt, wird es auch zu physischen Begegnungen in Bailėn in Spanien, Larisa in Griechenland und Käina auf Estlands zweitgrößter Insel kommen.

Es werden auch Schülerinnen und Schüler der Partnerschulen mit ihren Lehrern in Andernach erwartet.

Da der Besuch für September 2022 geplant ist, darf damit gerechnet werden, dass ein blühender Schulgarten, die essbare Stadt und die Kulturnacht die Gäste dann verzaubern wird. Das Projekt „Garden of cultures in Europe“ der St. Thomas Realschule plus wird gefördert durch die Europäische Union.

Projektgruppe: „Garten der Vielfalt der Kulturen in Europa“ der St. Thomas Realschule plus

Unsere Heimatstadt Andernach ist seit einem Jahrzehnt eine „Essbare Stadt“. Auf öffentliche Grünflächen stehen Nutzpflanzen, die den Bürgern zur Verfügung stehen.
Das Konzept der „Essbaren Stadt“ ist weit über die Grenzen von Deutschland und Europa hinaus im Fokus zahlreicher Städte. So wurde das EU-geförderte Forschungsprojekt „EdiCitNet“ (Edible Cities Network – integrating edible city solutions for social resilient and sustainable productive cities) ins Leben gerufen. Im Rahmen von EdiCitNet wird in Andernach mit der Einrichtung eines Real-Labor der Fokus auf die Integration von Kindern und Jugendlichen in das Projekt „Essbare Stadt“ gerichtet. Wir möchten uns aktiv an der Gestaltung der Real-Laborfläche beteiligen und haben bereits eine Idee entwickelt, die wir in den nächsten zwei Jahren realisieren wollen:
Auch viele Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Nationen werden an unsere Schule unterrichtet und die Schulgemeinschaft erlebt diese Vielfalt täglich als Bereicherung. Natürlich möchten wir auch einen Beitrag dazu leisten, dass junge Menschen in einem Boden europäischer Werte Wurzeln schlagen.
Eine essbare Pflanze aus der ursprünglichen Kultur eines Schülers symbolisiert Vielfalt als Bereicherung in einem „Garten der Vielfalt der Kulturen in Europa“. Ein solcher Treffpunkt für den Austausch soll gleichzeitig durch europäische Partnerschulen in ihrem Umfeld geschaffen werden. Wir wollen über die Metapher der Verwurzelung, die Europäische Dimension eines Europas der Vielfalt mit gemeinsamen Werten verbildlichen und erfahrbar machen. Ein „Garten der Vielfalt der Kulturen in Europa“ macht das Abstrakte über alle Sinne spürbar und bietet gleichzeitig Raum für gemeinsame Erfahrungen und Kommunikation. Dies gilt für die regionale als auch für die europäische Dimension.