Ausbildungsplatz Garantie

Ausbildungsplatz-Garantie

Das Praktikum als Sprungbrett ins Arbeitsleben

Pro-AG“: Nachhaltiges Projekt zwischen Schule und Betrieben verhilft Schülern der St. Thomas Realschule plus zu vielen interessanten Ausbildungsplätzen

ANDERNACH. Eine einmalige Chance für viele junge Menschen: Das und nicht weniger bedeutet das Projekt „Pro-AG“ für zahlreiche Schülerinnen und Schüler der Andernacher St. Thomas Realschule plus, die einen Ausbildungsplatz suchen.

Pro-AG“, das Kürzel steht für „Praxisorientierte Ausbildungsplatzgarantie“ und steht für den Gedanken, „dass ein mit der nötigen Einstellung durchgezogenes Langzeit-Praktikum eine Riesen-Gelegenheit ist, um sich eine Lehrstelle in einem interessanten Ausbildungsberuf zu sichern“, betont Schulleiter Martin Leupold.

Seit seiner Gründung vor neun Jahren ist das Projekt „Pro-AG“ zu einem echten Erfolgsmodell geworden, freut sich Leupold, und zwar für beide Seiten: Während es jungen Menschen den Weg in eine erfolgreiche berufliche Zukunft weist, hilft es teilnehmenden Unternehmen dauerhaft dabei, die so dringend benötigten „Fachkräfte von morgen“ zu finden, und das quasi „unweit der Haustür“.

An der St. Thomas Realschule plus lässt sich der Zugewinn für die Schülerinnen und Schüler allein daran ablesen, dass seit einigen Jahren deutlich mehr Absolventinnen und Absolventen bereits einen Ausbildungsplatz in der Tasche haben, wenn sie die Schule nach der neunten beziehungsweise zehnten Klasse verlassen, als dies früher der Fall war. Angehende Köchinnen und Köche sind ebenso darunter wie junge Bauhandwerker, künftige Kaufleute, Pflegefachkräfte oder Fachinformatiker, um nur einige Berufe zu nennen.

Prinzipiell haben alle unsere Schülerinnen und Schüler von der achten Klasse an die Möglichkeit, sich im Rahmen der ,Pro-AG‘ für einen späteren Ausbildungsplatz zu qualifizieren“, betont „Jobfux“ Sarah Dresen, die in allen Fragen rund um die Themen Berufswahl und Bewerbung kompetente Ansprechpartnerin für die Andernacher Schüler ist.

Das allererste Betriebspraktikum im Einzelhandel war womöglich doch nicht das richtige? Sarah Dresen, deren Büro mitten im Schulgebäude liegt, nimmt sich der suchenden Schüler an und hat in der Regel bald schon Alternativvorschläge zur Hand.

Nicht immer ist jedes Praktikum gleich ein Volltreffer“, weiß auch Martin Leupold zu berichten, der das Projekt „Pro-AG“ 2013 an seiner Schule einführte und inzwischen viele namhafte Partner wie die Stadtverwaltung Andernach, die Industrie- und Handelskammer Koblenz oder die Agentur für Arbeit und das Jobcenter Mayen-Koblenz mit ins Boot holen konnte. „Früher oder später“, so seine Erfahrung, fänden jedoch die allermeisten Jugendlichen eben jenen Praktikumsplatz, der ihnen Freude bereitet und sie mit dem nötigen Ernst und Ehrgeiz „am Ball bleiben“ lässt.

Zuverlässigkeit, Engagement und eine gewisse Lernbereitschaft und Auffassungsgabe vorausgesetzt, haben sich die Praktikantinnen und Praktikanten – so sie denn an je einem Tag in der Woche in ihrem Betrieb gut mitarbeiteten – nach etwa einem Jahr ihren Ausbildungsplatz im wahrsten Sinne des Wortes selbst verdient.

19 Schülerinnen und Schüler waren es allein im vergangenen Sommer, denen der rheinland-pfälzische Minister für Wissenschaft und Gesundheit, Clemens Hoch, in seiner Heimatstadt Andernach zur erfolgreichen Ausbildungsplatzsuche gratulieren konnte.

Es ist der Verdienst und die Leistung jedes Einzelnen, dass sie ihren Ausbildungsplatz in der Tasche haben. Gerade in diesen herausfordernden, von Corona geprägten Zeiten, in denen wir einen allgemeinen Rückgang der Ausbildungsbereitschaft feststellen, ist ihr Erfolg keine Selbstverständlichkeit“, lobte Hoch bei einer Feierstunde in der St. Thomas Realschule die jungen Menschen.

Dass auch im laufenden Schuljahr wieder viele Schülerinnen und Schüler bereits eine Lehrstelle haben, wenn im Sommer ein neues Ausbildungsjahr beginnt, steht bereits fest.

 

 

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